Die gesamte Vegetation im Frühjahr war optimal für ein gesundes Pflanzenwachstum. Ausreichend viele Sonnenstunden in der Kornfüllung und Niederschläge passend zur Ausbildung den ertragsbildenden Komponenten, bei gleichzeitig geringen Infektionsdruck von Krankheiten. Nur die Getreidernte ist in diesem Jahr in vielen Regionen sprichwörtlich ins Wasser gefallen. Noch vor der vollständigen Abreife der Feldfrüchte, hat eine anhaltende Regenperiode den Reifeprozess beschleunigt und den Erntezeitraum durch wenige sonnige Tage verzögert.
Durch die Dauernässe haben viele Bestände schon auf dem stehenden Halm angefangen zu keimen. Dadurch verbraucht das Korn seine Inhaltsstoffe und die Backqualitäten gehen verloren. Die Erträge waren dennoch gut.
So kann innerhalb von 7 Tagen die Arbeit in der Landwirtschaft von einem ganzen Jahr beeinträchtigt werden und macht deutlich wie abhängig wir vom Wetter sind.
Nach der Ernte ist vor der Ernte und kein Jahr ist wie das andere. Deshalb beginnen wir das Ganze mit dem Stoppelumbruch von vorne. Ziel ist hierbei das gleichmäßige Einarbeiten von Stroh, lockern und durchlüften von Verdichtungen in der Erde (Fahrspuren) und das Auflaufen von Unkräutern und Ausfallgetreide herbei zu führen.
